Für den Bereich des Deutschen Schwimmverbandes gilt ab sofort, dass ein Schwimmer bei allen Wettkämpfen nur einen durch die FINA zugelassenen Schwimmanzug benutzen darf. Der Schwimmanzug kann aus einem oder zwei Teilen (Ober- und Unterteil) bestehen mit einer Materialstärke von maximal 1 mm. Dieser muss der Körperform folgen und dabei Nacken, Schultern und Fußknöchel unbedeckt lassen, wobei die Verwendung unterschiedlicher Materialien nicht zur Bildung von Luftpolstern führen darf. Die Auftriebskraft des Schwimmanzugs ist auf 1 Newton (100 g) begrenzt.

Damit ist das Tragen von zwei oder mehr Anzügen übereinander, einer normalen Badehose, eines Slips und/oder eines Bikiniober- oder Unterteils unter dem Schwimmanzug nicht erlaubt.

Das gleiche gilt für Maßanfertigungen oder Änderungen für den einzelnen Schwimmer im Vergleich zu zugelassenen Modellen sowie Systeme, welche eine externe Stimulation oder sonstige vorteilhafte Wirkung herbeiführen (z. B. Schmerzlinderung, elektrische Stimulation oder Freisetzung chem. oder
med. Stoffe).

Zusätzliche Gegenstände, (wie z. B. Arm- oder Beinbänder) sind nicht Teile eines Schwimmanzugs.

DSV- Fachsparte Schwimmen
Tjark Schroeder, Vorsitzender

Quelle: Deutscher Schwimmverband e.V. - Amtliche Mitteilungen vom 17.04.2009

Für Masters gilt:

Gem. Festlegung zur Anwendung der Fina-Regeln bezüglich der Schwimmanzüge bei Masterswettkämpfen

Magdeburg (Fachsparte Schwimmen) Der Weltschwimmverband Fina hat festgelegt, dass die am 12./14.04.2009 in Dubai erlassenen neuen Regeln betreffend Schwimmanzüge und die veröffentlichte Liste der durch die Fina zugelassenen Anzüge vom 18. Mai 2009 bei Masterswettkämpfen nicht angewandt werden.

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. ist als Mitgliedsverband der Fina gehalten, diese Regelungen zu übernehmen.

Im Einzelnen wird festgelegt:

1. Die Anwendung der durch die Fina am 12./14.04.2009 in Dubai erlassenen neuen Regeln betreffend Schwimmanzüge und die veröffentlichte Liste der durch die Fina zugelassenen Anzüge wird bis zum 14. September 2009 für alle Masterswettkämpfe ausgesetzt.

2. Unter Bezug auf die geltenden Fina-Regeln darf ein Schwimmer nur einen Schwimmanzug benutzen.

3. Alle erzielten Zeiten bei Masterswettkämpfen, die als Qualifikationszeiten für die offene Deutsche Meisterschaft im Schwimmen, Pflichtzeitnachweise, Kadernominierungen und für die Aufnahme in die Bestenliste der Fachsparte Schwimmen berücksichtigt werden sollen, müssen in einem Schwimmanzug geschwommen werden, der auf der aktuellen veröffentlichten Liste der durch die Fina zugelassenen Anzüge steht.

Der Nachweis hierüber ist unverzüglich gegenüber dem Schiedsrichter zu führen.

Magdeburg, 11. Juni 2009

Gez.
Ulrike Urbaniak
Vorsitzende der Fachsparte Masters

Gez.
Tjark Schroeder
Vorsitzender der Fachsparte Schwimmen

f. d. R.
Manfred Dörrbecker
Referent Fachsparte Schwimmen

Quelle: Internet-Seiten des DSV